... kam an einem Samstag vor 17 Jahren dieser kleine Kater
in unser Leben. Er hat viel verändert und auch dazu beigetragen,
dass wir nun schon über 9 Jahre glücklich mit unseren beiden
grauen Damen zusammenleben.
Ich bin mir sicher, dass dieser eigenwillige Herr das Leben
meiner Großmutter bereichert hat und ihrem Leben oftmals sogar
einen Sinn geben konnte. Denn ihrem Hausarzt erzählte sie mal
vor vielen Jahren: 'Ich muss ja noch weiterleben, denn sonst ist
der Kater alleine!' Meine Mutter, die damals die Kater-Versorgung
schon überwiegend übernommen hatte, saß in dem Moment
daneben! Aber schon allein den Türöffner für ihren Kater zu spielen,
war ein guter Grund, um mehrmals am Tag die steifen Glieder
zu bewegen. Als meine Großmutter nicht mehr unbeaufsichtigt im
Haus bleiben konnte und später pflegebedürftig wurde, war es ihr
aber noch lange Zeit wichtig zu wissen, was der Kater macht. Und
selbst als sie schon lange in ihrer Kinderzeit angekommen war,
kam selten, aber ab und an doch noch die Frage, wo denn
der Kater gerade sei.
in unser Leben. Er hat viel verändert und auch dazu beigetragen,
dass wir nun schon über 9 Jahre glücklich mit unseren beiden
grauen Damen zusammenleben.
Ich bin mir sicher, dass dieser eigenwillige Herr das Leben
meiner Großmutter bereichert hat und ihrem Leben oftmals sogar
einen Sinn geben konnte. Denn ihrem Hausarzt erzählte sie mal
vor vielen Jahren: 'Ich muss ja noch weiterleben, denn sonst ist
der Kater alleine!' Meine Mutter, die damals die Kater-Versorgung
schon überwiegend übernommen hatte, saß in dem Moment
daneben! Aber schon allein den Türöffner für ihren Kater zu spielen,
war ein guter Grund, um mehrmals am Tag die steifen Glieder
zu bewegen. Als meine Großmutter nicht mehr unbeaufsichtigt im
Haus bleiben konnte und später pflegebedürftig wurde, war es ihr
aber noch lange Zeit wichtig zu wissen, was der Kater macht. Und
selbst als sie schon lange in ihrer Kinderzeit angekommen war,
kam selten, aber ab und an doch noch die Frage, wo denn
der Kater gerade sei.
Dabei haben wir ihr den kleinen Kater untergeschoben. Denn
obwohl wir extra in Anzeigen nach grauen Katzen suchten, haben
wir ihr erzählt, dass wir ihn davor retten mussten, von einem
Auto auf belebten Straßen rund um einen ostfriesischen Bauerhof
überfahren zu werden. Ich bin mir sicher, dass es richtig war ihr
dieses 'Bärchen' aufzubinden. Auch wenn wir eine größere Lügen-
geschicht um ihn spinnen mussten und erst Jahre später meiner
Mutter die Wahrheit erzählten:
obwohl wir extra in Anzeigen nach grauen Katzen suchten, haben
wir ihr erzählt, dass wir ihn davor retten mussten, von einem
Auto auf belebten Straßen rund um einen ostfriesischen Bauerhof
überfahren zu werden. Ich bin mir sicher, dass es richtig war ihr
dieses 'Bärchen' aufzubinden. Auch wenn wir eine größere Lügen-
geschicht um ihn spinnen mussten und erst Jahre später meiner
Mutter die Wahrheit erzählten:
Klein Katze war nämlich als geimpfter fast 11 Wochen alter Kater,
im Heißen Draht für 200,- DM inseriert, und als Silbertabby be-
schrieben. Was ein Silbertabby sein sollte? Beim Telefonat hieß
es, wir sollten einfach vorbeikommen und ihn anschauen, er
hätte ja so eine Art graues Fell. Also gegen Mittag auf nach
Winsen an der Aller zum Katergucken. Dort war Wolfgang dem
kleinen geringelten Katerschwanz, den man hinter dem Sofa im
Wohnzimmer ab und an erahnen konnte, sofort erlegen. Ich war
zögerlich, aber nach dem Motto jetzt oder nie, wurde schnell
noch dieses weiße Körbchen und eine Katzenkinder-Erstaus-
stattung in Celle besorgt und dann zurück zum kleinen Kater.
Dort wurde der Kaufpreis bezahlt, der Impfpass mit dem
Namen 'Bärchen' übergeben und bald darauf das winzige
Etwas gepackt, ins Körbchen verfrachtet, und wir wurden
schnell verabschiedet.
im Heißen Draht für 200,- DM inseriert, und als Silbertabby be-
schrieben. Was ein Silbertabby sein sollte? Beim Telefonat hieß
es, wir sollten einfach vorbeikommen und ihn anschauen, er
hätte ja so eine Art graues Fell. Also gegen Mittag auf nach
Winsen an der Aller zum Katergucken. Dort war Wolfgang dem
kleinen geringelten Katerschwanz, den man hinter dem Sofa im
Wohnzimmer ab und an erahnen konnte, sofort erlegen. Ich war
zögerlich, aber nach dem Motto jetzt oder nie, wurde schnell
noch dieses weiße Körbchen und eine Katzenkinder-Erstaus-
stattung in Celle besorgt und dann zurück zum kleinen Kater.
Dort wurde der Kaufpreis bezahlt, der Impfpass mit dem
Namen 'Bärchen' übergeben und bald darauf das winzige
Etwas gepackt, ins Körbchen verfrachtet, und wir wurden
schnell verabschiedet.
Bei Maus & Allegra verlief das alles ganz anders: Mit Vor-
besichtigung und entsprechender Vorbereitungszeit für das
neue Zuhause der Katzenkinder. Aber vielleicht fiel es seiner
damaligen Besitzerin auch einfach nur schwer Abschied zu
nehmen. Denn nachdem sie einige Wochen später einen
Schwung Fotos von uns bekam, fragte sie telefonisch nach
wie es ihm ginge und ob er sich eingelebt hatte. Irgendwann
war sie dann allerdings unbekannt verzogen.
Tja, und wir hatten damals in Winsen nun ein wimmerndes
Katertier im Auto, das im Körbchen auf meinem Schoß saß.
Und eigentlich sollten wir schon bald bei meiner Großmutter
in Braunschweig eintreffen, um sie über das Wochenende
'einzuhüten'. Meine Mutter war damals gerade ein paar Tage
verreist und wurde vor vollendete schnurrende Tatsachen
gestellt. Aber ein Zwischenstopp in unserer Wohnung in
Hannover war zum Packen für das Wochenende notwendig.
Bei meiner Großmutter angekommen, die sich genau wie
meine Mutter immer wieder gegen eine neue Katze im Haus
ausgesprochen hatte, war der 'Tieger' sofort ein 'Bibi'.
So hieß nämlich der kleine Kater, der vor inzwischen
41 Jahren irgendwann im August ins Haus kam. Damals
setzte sich das kleine Mädchen auf dem Foto in den Kopf,
dass dieser winzige wohl nur 6 Wochen alte Kater, den sie
schon den ganzen Tag auf einem Gutshof in Heyersum in
der Nähe von Hildesheim, mit sich umhertrug, abends
unbedingt mit musste. Mein Großvater war strikt dagegen.
Doch schon bald waren er und Kater Bibi eine Liebe
fürs Leben. Aber das ist eine andere Geschichte ...
besichtigung und entsprechender Vorbereitungszeit für das
neue Zuhause der Katzenkinder. Aber vielleicht fiel es seiner
damaligen Besitzerin auch einfach nur schwer Abschied zu
nehmen. Denn nachdem sie einige Wochen später einen
Schwung Fotos von uns bekam, fragte sie telefonisch nach
wie es ihm ginge und ob er sich eingelebt hatte. Irgendwann
war sie dann allerdings unbekannt verzogen.
Tja, und wir hatten damals in Winsen nun ein wimmerndes
Katertier im Auto, das im Körbchen auf meinem Schoß saß.
Und eigentlich sollten wir schon bald bei meiner Großmutter
in Braunschweig eintreffen, um sie über das Wochenende
'einzuhüten'. Meine Mutter war damals gerade ein paar Tage
verreist und wurde vor vollendete schnurrende Tatsachen
gestellt. Aber ein Zwischenstopp in unserer Wohnung in
Hannover war zum Packen für das Wochenende notwendig.
Bei meiner Großmutter angekommen, die sich genau wie
meine Mutter immer wieder gegen eine neue Katze im Haus
ausgesprochen hatte, war der 'Tieger' sofort ein 'Bibi'.
So hieß nämlich der kleine Kater, der vor inzwischen
41 Jahren irgendwann im August ins Haus kam. Damals
setzte sich das kleine Mädchen auf dem Foto in den Kopf,
dass dieser winzige wohl nur 6 Wochen alte Kater, den sie
schon den ganzen Tag auf einem Gutshof in Heyersum in
der Nähe von Hildesheim, mit sich umhertrug, abends
unbedingt mit musste. Mein Großvater war strikt dagegen.
Doch schon bald waren er und Kater Bibi eine Liebe
fürs Leben. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Und genauso, wie meine Großmutter nach der Testphase
den kleinen grauen Bibi nicht wieder hergeben wollte,
erging es bald auch meiner Mutter sehr ähnlich. Als sie nach
2 Wochen aus dem Urlaub kam, da saß Wolfgang nämlich
im Wohnzimmer mit lang ausgestreckten Beinen und darauf
ein gaaanz langer kleiner müder Miesekater. Leider habe ich
davon kein Foto, aber dafür entstand dieses Bild ....
Seitdem sind noch viele Fotos dazu gekommen, die fast alle
in diesem und diesem Fotoalbum bis 2004 einen Platz gefunden
haben. Im Laufe der Jahre wurde es allerdings immer schwieriger
für mich ihn zu fotografieren, da ich die Böse war, die ihn ab
und an zum Tierarzt bringen musste. Also brauchte nur mein Auto
in die Einfahrt zu fahren, und ich sah nur noch etwas Graues
davonhuschen. War ich jedoch gerade auf dem Weg nach Hause,
erschien Herr Katze wieder auf der Bildfläche. Nur wenn es Roast-
beef oder Lachs gab, traute er sich trotzdem auch mal an mich
heran. Doch diese Fotos konnte Wolfgang zum Beispiel nur aus
sehr sicherer Entfernung von ihm machen. Aber er hatte ja
seine zwei Bezugspersonen im Haus!
Ab Herbst 2008, als meine Großmutter dauerhaft bettlägerig
wurde, war es dann jedoch nur noch eine Person - meine Mutter,
die sich um Herrn Katze kümmerte. Im Winter 2009/2010 wurde
er immer sonderbarer, zog sich oft zurück und verbrachte viele
Wintertage allein in meinem recht kühlen ehemaligen Kinder-
zimmer oder im Keller. Zwischendurch biss er dann meine Mutter
den kleinen grauen Bibi nicht wieder hergeben wollte,
erging es bald auch meiner Mutter sehr ähnlich. Als sie nach
2 Wochen aus dem Urlaub kam, da saß Wolfgang nämlich
im Wohnzimmer mit lang ausgestreckten Beinen und darauf
ein gaaanz langer kleiner müder Miesekater. Leider habe ich
davon kein Foto, aber dafür entstand dieses Bild ....
Seitdem sind noch viele Fotos dazu gekommen, die fast alle
in diesem und diesem Fotoalbum bis 2004 einen Platz gefunden
haben. Im Laufe der Jahre wurde es allerdings immer schwieriger
für mich ihn zu fotografieren, da ich die Böse war, die ihn ab
und an zum Tierarzt bringen musste. Also brauchte nur mein Auto
in die Einfahrt zu fahren, und ich sah nur noch etwas Graues
davonhuschen. War ich jedoch gerade auf dem Weg nach Hause,
erschien Herr Katze wieder auf der Bildfläche. Nur wenn es Roast-
beef oder Lachs gab, traute er sich trotzdem auch mal an mich
heran. Doch diese Fotos konnte Wolfgang zum Beispiel nur aus
sehr sicherer Entfernung von ihm machen. Aber er hatte ja
seine zwei Bezugspersonen im Haus!
Ab Herbst 2008, als meine Großmutter dauerhaft bettlägerig
wurde, war es dann jedoch nur noch eine Person - meine Mutter,
die sich um Herrn Katze kümmerte. Im Winter 2009/2010 wurde
er immer sonderbarer, zog sich oft zurück und verbrachte viele
Wintertage allein in meinem recht kühlen ehemaligen Kinder-
zimmer oder im Keller. Zwischendurch biss er dann meine Mutter
auch mal ganz unvermittelt in die Hand, und Ende März 2010
begann sein Leidensweg. Wahrscheinlich, weil die Tierärzte
nur die Symptome seiner heftigen Maulentzündung mit Anti-
biotika und Cortison behandelten, anstatt sich auf die Suche
nach der Ursache zu begeben. Was dann geschah, habe ich zum
größten Teil hier auf dem Blog gepostet. Ein paar Beiträge
fehlen jedoch noch, die ich irgendwann vielleicht einmal
einfügen werde. Zumal der 21. August 2010 fehlt. Der Tag, an
dem ich über sein sofortiges Lebensende entscheiden sollte,
mich aber für sein Weiterleben entschieden habe. Der Tag,
der Dank der sofortigen moralischen Unterstützung der
mobilen Tierheilpraktikerin für mich eine in vielfacher
Hinsicht entscheidende Wendung in meinem Leben, meiner
Einstellung zum Leben und zum Umgang mit Medikamenten
für Mensch & Tier bedeutete.
begann sein Leidensweg. Wahrscheinlich, weil die Tierärzte
nur die Symptome seiner heftigen Maulentzündung mit Anti-
biotika und Cortison behandelten, anstatt sich auf die Suche
nach der Ursache zu begeben. Was dann geschah, habe ich zum
größten Teil hier auf dem Blog gepostet. Ein paar Beiträge
fehlen jedoch noch, die ich irgendwann vielleicht einmal
einfügen werde. Zumal der 21. August 2010 fehlt. Der Tag, an
dem ich über sein sofortiges Lebensende entscheiden sollte,
mich aber für sein Weiterleben entschieden habe. Der Tag,
der Dank der sofortigen moralischen Unterstützung der
mobilen Tierheilpraktikerin für mich eine in vielfacher
Hinsicht entscheidende Wendung in meinem Leben, meiner
Einstellung zum Leben und zum Umgang mit Medikamenten
für Mensch & Tier bedeutete.
Nun mag der ein oder andere denken 'Und der arme kranke Kater
musste das ausbaden und darunter leiden!' Aber er hatte fast
jederzeit die Möglichkeit sich unserer Nähe und Fürsorge zu
entziehen. Doch je schlechter es ihm ging, um so mehr forderte
er Hilfe ein und bekam sie selbstverständlich von uns. Diese sehr
pflegeintensive Zeit war voller Zweifel und Unsicherheit, aber
hatte auch viel mit Nähe zu tun. Sicherlich hatte er zeitweilig
gelitten und so manches Mal, wenn er sich in seine Beete verzog
oder eine kleine Gartenrunde drehte, waren wir uns sicher,
dass er sich nun zum Sterben zurückziehen würde. Aber irgend-
etwas hinderte ihn anscheinend sein kleines Erdendasein auf-
geben zu wollen. Die Tierheilpraktikerin hatte damals im August
vermutet, dass, wenn die Lichtinsentität im Herbst abnimmt, und
es allmählich im Garten kälter wird, dass er dann vielleicht bereit
wäre. Was dann endlich am 10. November 2010 auch geschah.
Vielleicht hätte ich ihm den letzten Weg erleichtern können,
aber mir schien, er hätte sich dagegen gewehrt. Es wäre bei
ihm wahrscheinlich nicht die Sterbehilfe gewesen, die man
eigentlich mit dem Begriff verbindet ...
musste das ausbaden und darunter leiden!' Aber er hatte fast
jederzeit die Möglichkeit sich unserer Nähe und Fürsorge zu
entziehen. Doch je schlechter es ihm ging, um so mehr forderte
er Hilfe ein und bekam sie selbstverständlich von uns. Diese sehr
pflegeintensive Zeit war voller Zweifel und Unsicherheit, aber
hatte auch viel mit Nähe zu tun. Sicherlich hatte er zeitweilig
gelitten und so manches Mal, wenn er sich in seine Beete verzog
oder eine kleine Gartenrunde drehte, waren wir uns sicher,
dass er sich nun zum Sterben zurückziehen würde. Aber irgend-
etwas hinderte ihn anscheinend sein kleines Erdendasein auf-
geben zu wollen. Die Tierheilpraktikerin hatte damals im August
vermutet, dass, wenn die Lichtinsentität im Herbst abnimmt, und
es allmählich im Garten kälter wird, dass er dann vielleicht bereit
wäre. Was dann endlich am 10. November 2010 auch geschah.
Vielleicht hätte ich ihm den letzten Weg erleichtern können,
aber mir schien, er hätte sich dagegen gewehrt. Es wäre bei
ihm wahrscheinlich nicht die Sterbehilfe gewesen, die man
eigentlich mit dem Begriff verbindet ...
Allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, dass es dann
auch eine notwendige Konsequenz ist, sehr viel Zeit und
innere Ruhe für das pflegebedürftige Tier aufzubringen.
Man kann es eben nicht mehr längere Zeit sich selbst über-
lassen, wie es im Idealfall bei einer selbstbewußten Katze
der Fall ist, die einfach kommt, wann es ihr passt und
einfordert was sie braucht.
auch eine notwendige Konsequenz ist, sehr viel Zeit und
innere Ruhe für das pflegebedürftige Tier aufzubringen.
Man kann es eben nicht mehr längere Zeit sich selbst über-
lassen, wie es im Idealfall bei einer selbstbewußten Katze
der Fall ist, die einfach kommt, wann es ihr passt und
einfordert was sie braucht.
... kam an einem Samstag vor 17 Jahren dieser kleine Kater
in unser Leben. Er hat viel verändert und auch dazu beigetragen,
dass wir nun schon über 9 Jahre glücklich mit unseren beiden
grauen Damen zusammenleben.
Ich bin mir sicher, dass dieser eigenwillige Herr das Leben
meiner Großmutter bereichert hat und ihrem Leben oftmals sogar
einen Sinn geben konnte. Denn ihrem Hausarzt erzählte sie mal
vor vielen Jahren: 'Ich muss ja noch weiterleben, denn sonst ist
der Kater alleine!' Meine Mutter, die damals die Kater-Versorgung
schon überwiegend übernommen hatte, saß in dem Moment
daneben! Aber schon allein den Türöffner für ihren Kater zu spielen,
war ein guter Grund, um mehrmals am Tag die steifen Glieder
zu bewegen. Als meine Großmutter nicht mehr unbeaufsichtigt im
Haus bleiben konnte und später pflegebedürftig wurde, war es ihr
aber noch lange Zeit wichtig zu wissen, was der Kater macht. Und
selbst als sie schon lange in ihrer Kinderzeit angekommen war,
kam selten, aber ab und an doch noch die Frage, wo denn
der Kater gerade sei.
in unser Leben. Er hat viel verändert und auch dazu beigetragen,
dass wir nun schon über 9 Jahre glücklich mit unseren beiden
grauen Damen zusammenleben.
Ich bin mir sicher, dass dieser eigenwillige Herr das Leben
meiner Großmutter bereichert hat und ihrem Leben oftmals sogar
einen Sinn geben konnte. Denn ihrem Hausarzt erzählte sie mal
vor vielen Jahren: 'Ich muss ja noch weiterleben, denn sonst ist
der Kater alleine!' Meine Mutter, die damals die Kater-Versorgung
schon überwiegend übernommen hatte, saß in dem Moment
daneben! Aber schon allein den Türöffner für ihren Kater zu spielen,
war ein guter Grund, um mehrmals am Tag die steifen Glieder
zu bewegen. Als meine Großmutter nicht mehr unbeaufsichtigt im
Haus bleiben konnte und später pflegebedürftig wurde, war es ihr
aber noch lange Zeit wichtig zu wissen, was der Kater macht. Und
selbst als sie schon lange in ihrer Kinderzeit angekommen war,
kam selten, aber ab und an doch noch die Frage, wo denn
der Kater gerade sei.
Dabei haben wir ihr den kleinen Kater untergeschoben. Denn
obwohl wir extra in Anzeigen nach grauen Katzen suchten, haben
wir ihr erzählt, dass wir ihn davor retten mussten, von einem
Auto auf belebten Straßen rund um einen ostfriesischen Bauerhof
überfahren zu werden. Ich bin mir sicher, dass es richtig war ihr
dieses 'Bärchen' aufzubinden. Auch wenn wir eine größere Lügen-
geschicht um ihn spinnen mussten und erst Jahre später meiner
Mutter die Wahrheit erzählten:
obwohl wir extra in Anzeigen nach grauen Katzen suchten, haben
wir ihr erzählt, dass wir ihn davor retten mussten, von einem
Auto auf belebten Straßen rund um einen ostfriesischen Bauerhof
überfahren zu werden. Ich bin mir sicher, dass es richtig war ihr
dieses 'Bärchen' aufzubinden. Auch wenn wir eine größere Lügen-
geschicht um ihn spinnen mussten und erst Jahre später meiner
Mutter die Wahrheit erzählten:
Klein Katze war nämlich als geimpfter fast 11 Wochen alter Kater,
im Heißen Draht für 200,- DM inseriert, und als Silbertabby be-
schrieben. Was ein Silbertabby sein sollte? Beim Telefonat hieß
es, wir sollten einfach vorbeikommen und ihn anschauen, er
hätte ja so eine Art graues Fell. Also gegen Mittag auf nach
Winsen an der Aller zum Katergucken. Dort war Wolfgang dem
kleinen geringelten Katerschwanz, den man hinter dem Sofa im
Wohnzimmer ab und an erahnen konnte, sofort erlegen. Ich war
zögerlich, aber nach dem Motto jetzt oder nie, wurde schnell
noch dieses weiße Körbchen und eine Katzenkinder-Erstaus-
stattung in Celle besorgt und dann zurück zum kleinen Kater.
Dort wurde der Kaufpreis bezahlt, der Impfpass mit dem
Namen 'Bärchen' übergeben und bald darauf das winzige
Etwas gepackt, ins Körbchen verfrachtet, und wir wurden
schnell verabschiedet.
im Heißen Draht für 200,- DM inseriert, und als Silbertabby be-
schrieben. Was ein Silbertabby sein sollte? Beim Telefonat hieß
es, wir sollten einfach vorbeikommen und ihn anschauen, er
hätte ja so eine Art graues Fell. Also gegen Mittag auf nach
Winsen an der Aller zum Katergucken. Dort war Wolfgang dem
kleinen geringelten Katerschwanz, den man hinter dem Sofa im
Wohnzimmer ab und an erahnen konnte, sofort erlegen. Ich war
zögerlich, aber nach dem Motto jetzt oder nie, wurde schnell
noch dieses weiße Körbchen und eine Katzenkinder-Erstaus-
stattung in Celle besorgt und dann zurück zum kleinen Kater.
Dort wurde der Kaufpreis bezahlt, der Impfpass mit dem
Namen 'Bärchen' übergeben und bald darauf das winzige
Etwas gepackt, ins Körbchen verfrachtet, und wir wurden
schnell verabschiedet.
Bei Maus & Allegra verlief das alles ganz anders: Mit Vor-
besichtigung und entsprechender Vorbereitungszeit für das
neue Zuhause der Katzenkinder. Aber vielleicht fiel es seiner
damaligen Besitzerin auch einfach nur schwer Abschied zu
nehmen. Denn nachdem sie einige Wochen später einen
Schwung Fotos von uns bekam, fragte sie telefonisch nach
wie es ihm ginge und ob er sich eingelebt hatte. Irgendwann
war sie dann allerdings unbekannt verzogen.
Tja, und wir hatten damals in Winsen nun ein wimmerndes
Katertier im Auto, das im Körbchen auf meinem Schoß saß.
Und eigentlich sollten wir schon bald bei meiner Großmutter
in Braunschweig eintreffen, um sie über das Wochenende
'einzuhüten'. Meine Mutter war damals gerade ein paar Tage
verreist und wurde vor vollendete schnurrende Tatsachen
gestellt. Aber ein Zwischenstopp in unserer Wohnung in
Hannover war zum Packen für das Wochenende notwendig.
Bei meiner Großmutter angekommen, die sich genau wie
meine Mutter immer wieder gegen eine neue Katze im Haus
ausgesprochen hatte, war der 'Tieger' sofort ein 'Bibi'.
So hieß nämlich der kleine Kater, der vor inzwischen
41 Jahren irgendwann im August ins Haus kam. Damals
setzte sich das kleine Mädchen auf dem Foto in den Kopf,
dass dieser winzige wohl nur 6 Wochen alte Kater, den sie
schon den ganzen Tag auf einem Gutshof in Heyersum in
der Nähe von Hildesheim, mit sich umhertrug, abends
unbedingt mit musste. Mein Großvater war strikt dagegen.
Doch schon bald waren er und Kater Bibi eine Liebe
fürs Leben. Aber das ist eine andere Geschichte ...
besichtigung und entsprechender Vorbereitungszeit für das
neue Zuhause der Katzenkinder. Aber vielleicht fiel es seiner
damaligen Besitzerin auch einfach nur schwer Abschied zu
nehmen. Denn nachdem sie einige Wochen später einen
Schwung Fotos von uns bekam, fragte sie telefonisch nach
wie es ihm ginge und ob er sich eingelebt hatte. Irgendwann
war sie dann allerdings unbekannt verzogen.
Tja, und wir hatten damals in Winsen nun ein wimmerndes
Katertier im Auto, das im Körbchen auf meinem Schoß saß.
Und eigentlich sollten wir schon bald bei meiner Großmutter
in Braunschweig eintreffen, um sie über das Wochenende
'einzuhüten'. Meine Mutter war damals gerade ein paar Tage
verreist und wurde vor vollendete schnurrende Tatsachen
gestellt. Aber ein Zwischenstopp in unserer Wohnung in
Hannover war zum Packen für das Wochenende notwendig.
Bei meiner Großmutter angekommen, die sich genau wie
meine Mutter immer wieder gegen eine neue Katze im Haus
ausgesprochen hatte, war der 'Tieger' sofort ein 'Bibi'.
So hieß nämlich der kleine Kater, der vor inzwischen
41 Jahren irgendwann im August ins Haus kam. Damals
setzte sich das kleine Mädchen auf dem Foto in den Kopf,
dass dieser winzige wohl nur 6 Wochen alte Kater, den sie
schon den ganzen Tag auf einem Gutshof in Heyersum in
der Nähe von Hildesheim, mit sich umhertrug, abends
unbedingt mit musste. Mein Großvater war strikt dagegen.
Doch schon bald waren er und Kater Bibi eine Liebe
fürs Leben. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Und genauso, wie meine Großmutter nach der Testphase
den kleinen grauen Bibi nicht wieder hergeben wollte,
erging es bald auch meiner Mutter sehr ähnlich. Als sie nach
2 Wochen aus dem Urlaub kam, da saß Wolfgang nämlich
im Wohnzimmer mit lang ausgestreckten Beinen und darauf
ein gaaanz langer kleiner müder Miesekater. Leider habe ich
davon kein Foto, aber dafür entstand dieses Bild ....
Seitdem sind noch viele Fotos dazu gekommen, die fast alle
in diesem und diesem Fotoalbum bis 2004 einen Platz gefunden
haben. Im Laufe der Jahre wurde es allerdings immer schwieriger
für mich ihn zu fotografieren, da ich die Böse war, die ihn ab
und an zum Tierarzt bringen musste. Also brauchte nur mein Auto
in die Einfahrt zu fahren, und ich sah nur noch etwas Graues
davonhuschen. War ich jedoch gerade auf dem Weg nach Hause,
erschien Herr Katze wieder auf der Bildfläche. Nur wenn es Roast-
beef oder Lachs gab, traute er sich trotzdem auch mal an mich
heran. Doch diese Fotos konnte Wolfgang zum Beispiel nur aus
sehr sicherer Entfernung von ihm machen. Aber er hatte ja
seine zwei Bezugspersonen im Haus!
Ab Herbst 2008, als meine Großmutter dauerhaft bettlägerig
wurde, war es dann jedoch nur noch eine Person - meine Mutter,
die sich um Herrn Katze kümmerte. Im Winter 2009/2010 wurde
er immer sonderbarer, zog sich oft zurück und verbrachte viele
Wintertage allein in meinem recht kühlen ehemaligen Kinder-
zimmer oder im Keller. Zwischendurch biss er dann meine Mutter
den kleinen grauen Bibi nicht wieder hergeben wollte,
erging es bald auch meiner Mutter sehr ähnlich. Als sie nach
2 Wochen aus dem Urlaub kam, da saß Wolfgang nämlich
im Wohnzimmer mit lang ausgestreckten Beinen und darauf
ein gaaanz langer kleiner müder Miesekater. Leider habe ich
davon kein Foto, aber dafür entstand dieses Bild ....
Seitdem sind noch viele Fotos dazu gekommen, die fast alle
in diesem und diesem Fotoalbum bis 2004 einen Platz gefunden
haben. Im Laufe der Jahre wurde es allerdings immer schwieriger
für mich ihn zu fotografieren, da ich die Böse war, die ihn ab
und an zum Tierarzt bringen musste. Also brauchte nur mein Auto
in die Einfahrt zu fahren, und ich sah nur noch etwas Graues
davonhuschen. War ich jedoch gerade auf dem Weg nach Hause,
erschien Herr Katze wieder auf der Bildfläche. Nur wenn es Roast-
beef oder Lachs gab, traute er sich trotzdem auch mal an mich
heran. Doch diese Fotos konnte Wolfgang zum Beispiel nur aus
sehr sicherer Entfernung von ihm machen. Aber er hatte ja
seine zwei Bezugspersonen im Haus!
Ab Herbst 2008, als meine Großmutter dauerhaft bettlägerig
wurde, war es dann jedoch nur noch eine Person - meine Mutter,
die sich um Herrn Katze kümmerte. Im Winter 2009/2010 wurde
er immer sonderbarer, zog sich oft zurück und verbrachte viele
Wintertage allein in meinem recht kühlen ehemaligen Kinder-
zimmer oder im Keller. Zwischendurch biss er dann meine Mutter
auch mal ganz unvermittelt in die Hand, und Ende März 2010
begann sein Leidensweg. Wahrscheinlich, weil die Tierärzte
nur die Symptome seiner heftigen Maulentzündung mit Anti-
biotika und Cortison behandelten, anstatt sich auf die Suche
nach der Ursache zu begeben. Was dann geschah, habe ich zum
größten Teil hier auf dem Blog gepostet. Ein paar Beiträge
fehlen jedoch noch, die ich irgendwann vielleicht einmal
einfügen werde. Zumal der 21. August 2010 fehlt. Der Tag, an
dem ich über sein sofortiges Lebensende entscheiden sollte,
mich aber für sein Weiterleben entschieden habe. Der Tag,
der Dank der sofortigen moralischen Unterstützung der
mobilen Tierheilpraktikerin für mich eine in vielfacher
Hinsicht entscheidende Wendung in meinem Leben, meiner
Einstellung zum Leben und zum Umgang mit Medikamenten
für Mensch & Tier bedeutete.
begann sein Leidensweg. Wahrscheinlich, weil die Tierärzte
nur die Symptome seiner heftigen Maulentzündung mit Anti-
biotika und Cortison behandelten, anstatt sich auf die Suche
nach der Ursache zu begeben. Was dann geschah, habe ich zum
größten Teil hier auf dem Blog gepostet. Ein paar Beiträge
fehlen jedoch noch, die ich irgendwann vielleicht einmal
einfügen werde. Zumal der 21. August 2010 fehlt. Der Tag, an
dem ich über sein sofortiges Lebensende entscheiden sollte,
mich aber für sein Weiterleben entschieden habe. Der Tag,
der Dank der sofortigen moralischen Unterstützung der
mobilen Tierheilpraktikerin für mich eine in vielfacher
Hinsicht entscheidende Wendung in meinem Leben, meiner
Einstellung zum Leben und zum Umgang mit Medikamenten
für Mensch & Tier bedeutete.
Nun mag der ein oder andere denken 'Und der arme kranke Kater
musste das ausbaden und darunter leiden!' Aber er hatte fast
jederzeit die Möglichkeit sich unserer Nähe und Fürsorge zu
entziehen. Doch je schlechter es ihm ging, um so mehr forderte
er Hilfe ein und bekam sie selbstverständlich von uns. Diese sehr
pflegeintensive Zeit war voller Zweifel und Unsicherheit, aber
hatte auch viel mit Nähe zu tun. Sicherlich hatte er zeitweilig
gelitten und so manches Mal, wenn er sich in seine Beete verzog
oder eine kleine Gartenrunde drehte, waren wir uns sicher,
dass er sich nun zum Sterben zurückziehen würde. Aber irgend-
etwas hinderte ihn anscheinend sein kleines Erdendasein auf-
geben zu wollen. Die Tierheilpraktikerin hatte damals im August
vermutet, dass, wenn die Lichtinsentität im Herbst abnimmt, und
es allmählich im Garten kälter wird, dass er dann vielleicht bereit
wäre. Was dann endlich am 10. November 2010 auch geschah.
Vielleicht hätte ich ihm den letzten Weg erleichtern können,
aber mir schien, er hätte sich dagegen gewehrt. Es wäre bei
ihm wahrscheinlich nicht die Sterbehilfe gewesen, die man
eigentlich mit dem Begriff verbindet ...
musste das ausbaden und darunter leiden!' Aber er hatte fast
jederzeit die Möglichkeit sich unserer Nähe und Fürsorge zu
entziehen. Doch je schlechter es ihm ging, um so mehr forderte
er Hilfe ein und bekam sie selbstverständlich von uns. Diese sehr
pflegeintensive Zeit war voller Zweifel und Unsicherheit, aber
hatte auch viel mit Nähe zu tun. Sicherlich hatte er zeitweilig
gelitten und so manches Mal, wenn er sich in seine Beete verzog
oder eine kleine Gartenrunde drehte, waren wir uns sicher,
dass er sich nun zum Sterben zurückziehen würde. Aber irgend-
etwas hinderte ihn anscheinend sein kleines Erdendasein auf-
geben zu wollen. Die Tierheilpraktikerin hatte damals im August
vermutet, dass, wenn die Lichtinsentität im Herbst abnimmt, und
es allmählich im Garten kälter wird, dass er dann vielleicht bereit
wäre. Was dann endlich am 10. November 2010 auch geschah.
Vielleicht hätte ich ihm den letzten Weg erleichtern können,
aber mir schien, er hätte sich dagegen gewehrt. Es wäre bei
ihm wahrscheinlich nicht die Sterbehilfe gewesen, die man
eigentlich mit dem Begriff verbindet ...
Allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, dass es dann
auch eine notwendige Konsequenz ist, sehr viel Zeit und
innere Ruhe für das pflegebedürftige Tier aufzubringen.
Man kann es eben nicht mehr längere Zeit sich selbst über-
lassen, wie es im Idealfall bei einer selbstbewußten Katze
der Fall ist, die einfach kommt, wann es ihr passt und
einfordert was sie braucht.
auch eine notwendige Konsequenz ist, sehr viel Zeit und
innere Ruhe für das pflegebedürftige Tier aufzubringen.
Man kann es eben nicht mehr längere Zeit sich selbst über-
lassen, wie es im Idealfall bei einer selbstbewußten Katze
der Fall ist, die einfach kommt, wann es ihr passt und
einfordert was sie braucht.
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